Liveticker Iran-Krieg – Trump repostet Araghchi und nennt Beitrag "sehr positiv"

12.06.2026 20:39 Uhr
20:39 Uhr
Trump repostet Araghtschi und nennt Beitrag des iranischen Außenministers "sehr positiv"
Die Anzeichen für eine Einigung im US-amerikanisch-iranischen Konflikt verdichten sich weiter. Am späten Nachmittag hat US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social kommentarlos einen X-Post des iranischen Außenministers Seyed Abbas Araghtschi abgebildet, der auf eine baldige Einigung zwischen beiden Ländern gemäß des Islamabad Memorandum of Understanding hoffen lässt.
Außerdem verkündete die US-amerikanische Nachrichten-Website Axios, mit dem US-Präsidenten telefonisch gesprochen zu haben. Demnach hat US-Präsident Trump erklärt, er halte den Beitrag des iranischen Außenministers für "sehr positiv". Er sei weiterhin der Ansicht, dass eine Einigung noch dieses Wochenende oder am kommenden Montag erzielt werden könne.
Des Weiteren erklärte Trump, er habe eine öffentliche Klarstellung von Medienberichten gefordert, denen zufolge Iran unmittelbar nach Unterzeichnung des Abkommens eingefrorene Vermögenswerte in Milliardenhöhe zurückerhalten werde. Iranische Medien wie die Nachrichtenagentur Mehr News hatten heute über eine solche geplante Vermögensfreigabe berichtet. Trump zufolge habe sich Iran mittlerweile "für die Verbreitung falscher Informationen entschuldigt".
20:23 Uhr
Pakistans Premierminister Sharif verkündet Einigung bei Iran-USA-Verhandlungen
Heute Abend verkündigte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, es sei nun eine endgültige Textfassung bei den Friedensverhandlungen zwischen Iran und den USA erzielt worden. Eine Einigung in Richtung Frieden sei so greifbar wie noch nie.
Auf der Plattform X schrieb Sharif: "Angesichts anhaltender intensiver Vermittlungsbemühungen Pakistans sind wir uns der unablässigen Desinformationskampagne voll bewusst, die von jenen geführt wird, die den Friedensvertrag sabotieren wollen. Abgesehen vom Lärm können wir bestätigen, dass ein endgültiger, vereinbarter Text des Friedensvertrags erreicht wurde und Pakistan nun eng mit beiden Seiten zusammenarbeitet, um die nächsten Schritte zu finalisieren. Der Frieden war noch nie so nah wie jetzt."
Irans Nachbarland Pakistan hatte eine wichtige Rolle in den Verhandlungen zwischen den kriegführenden Parteien USA und Iran gespielt. Nach dem israelischen und US-amerikanischen Angriff auf Iran hatte sich beispielsweise im April 2026 eine 70köpfige iranische Delegation mit einer US-Abordnung rund um Vizepräsident JD Vance in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad getroffen.
19:42 Uhr
Experte: Trump will Iran-Deal wegen steigender Ölpreise erzwingen

US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA und der Iran stünden kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens, das Teheran dauerhaft am Besitz von Atomwaffen hindern soll. Auch Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei bestätigte, dass der Text weitgehend fertiggestellt sei, verwies jedoch auf Widersprüche in der US-Position.
Laut iranischen Medien sieht der Entwurf unter anderem ein Ende der Kampfhandlungen, den Abzug US-amerikanischer Truppen aus der Region sowie die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor.
Im Gespräch mit uns sagte Ahmad Hussam, Gründer von Propaganda & Co., das größte Hindernis sei derzeit weniger der Vertragstext als das fehlende Vertrauen: Trump wolle angesichts steigender Ölpreise rasch eine Einigung erzwingen, doch Teheran nehme seine Drohungen und Versprechen kaum noch ernst.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
18:23 Uhr
"Rassistische Entscheidung eines rassistischen Präsidenten" – Fußballfans im Gazastreifen

Anders als bei den Fußball-Asienmeisterschaften konnte die Nationalmannschaft Palästinas sich nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wird. Die vertriebenen und unter schwierigen Bedingungen in Zeltlagern im Gazastreifen lebenden Palästinenser fiebern dennoch mit.
Auch die Skandale um Visa-Vergabe, Einreiseverbote und weitere politisierte Entscheidungen werden hier aufmerksam verfolgt. Die Zurückweisung des somalischen Schiedsrichters Omar Artan, der 2025 zum besten männlichen Schiedsrichter Afrikas gewählt wurde, sei nichts weiter als "eine rassistische politische Entscheidung eines rassistischen Präsidenten [Donald Trump]", so einer der Fans.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
15:55 Uhr
Trump erhebt Vorwürfe gegen Iran nach Deal-Berichten
US-Präsident Donald Trump hat sich auf seiner Social-Media-Plattform zu Berichten über einen möglichen Deal mit Iran geäußert und diese entschieden zurückgewiesen.
Trump erklärte, die von Iran an die Medien weitergegebenen angeblichen Bedingungen hätten "nichts mit den schriftlich vereinbarten Bedingungen zu tun". Die iranischen Aussagen über eine Einigung stünden "in keinerlei Beziehung zur Wahrheit".
Zugleich warf Trump der iranischen Führung vor, nicht in gutem Glauben zu verhandeln. Wörtlich bezeichnete er sie als "sehr unehrenhafte Menschen", mit denen es keine Verhandlungen nach Treu und Glauben gebe.
Darüber hinaus verurteilte Trump einen nach seinen Angaben vollständig abgewehrten Drohnenangriff auf indische Schiffe, die die Straße von Hormus verlassen hätten. Dies sei "völlig inakzeptabel", erklärte er und forderte Iran dazu auf, "sich zusammenzureißen – und zwar schnell".
Trump:
— Clash Report (@clashreport) June 12, 2026
The terms that Iran leaked out to the Fake News have NOTHING to do with the terms that were agreed to, in writing.
What they said, including their weak and pathetic statement on having a deal, bears no relation to the truth.
Very dishonorable people to deal with. With… pic.twitter.com/ucERcBQAsz15:45 Uhr
Auch Pakistan spricht von Fortschritten in den Verhandlungen
Nach ersten Signalen über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen. Außenminister Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat am Freitag die Hoffnung auf eine "anhaltende Verständigung und eine friedliche Lösung" zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf der Plattform X mitteilte.
Dialog und Diplomatie seien der einzige Weg zu einem langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen wiederholt Botschaften zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Bereits im April hatten sich deren Vertreter zu Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt getroffen.
Deputy Prime Minister / Foreign Minister Senator Muhammad Ishaq Dar @MIshaqdar50 spoke today with EU High Representative/Vice President Kaja Kallas @kajakallas on recent developments regarding United States–Iran understanding.
— Ministry of Foreign Affairs - Pakistan (@ForeignOfficePk) June 12, 2026
Both sides welcomed the progress achieved through… pic.twitter.com/dzn4LW8sfX15:00 Uhr
Netanjahu: Mit Trump einig – Iran darf keine Atombombe bekommen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat angesichts der Berichte über ein möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den USA und Iran bekräftigt, dass Iran keine Atomwaffen besitzen werde. Er erklärte, in dieser Frage bestehe vollständige Einigkeit mit US-Präsident Donald Trump.
Netanjahu betonte zudem, seine Politik habe bislang verhindert, dass Iran Atomwaffen entwickeln könne, und kündigte an, diesen Kurs auch künftig fortzusetzen.
"Seit mehr als 30 Jahren stehe ich an vorderster Front des internationalen Kampfes gegen das iranische Atomprogramm."
Ohne diesen Einsatz hätte Iran längst über Atomwaffen verfügt, "um Israel zu zerstören", so seine Darstellung.
"Iran arbeitet daran, den jüdischen Staat zu vernichten, und ich habe mein Leben dem Ziel gewidmet, dies zu verhindern."
"Solange ich Ministerpräsident Israels bin, wird das nicht geschehen."
כל עוד אני ראש ממשלת ישראל - לאיראן לא יהיה נשק גרעיני.
— Benjamin Netanyahu - בנימין נתניהו (@netanyahu) June 12, 2026
יש ביני לבין הנשיא טראמפ הסכמה מלאה בנושא.
כבר למעלה מ-30 שנה אני בחזית המאבק הבינלאומי נגד תכנית הגרעין של איראן.
אלמלא המאבק הזה לאיראן היו מזמן פצצות אטום להשמדת ישראל.
איראן פועלת להשמיד את מדינת היהודים, ואני…14:45 Uhr
Teheran: Straße von Hormus wird nicht wie vor dem Krieg betrieben
Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass die künftige Verwaltung der Straße von Hormus im Rahmen eines regionalen Dialogs zwischen Teheran und Oman sowie durch gemeinsame Entscheidungen geregelt werden soll.
Teil des Memorandums of Understanding sei zudem, dass sich die USA verpflichten, während der Verhandlungen keine zusätzlichen Streitkräfte in der Region zu stationieren und keine neuen Sanktionen zu verhängen, hieß es in dem IRNA-Bericht.
Zuvor hatte Präsident Trump Oman davor gewarnt, sich in Fragen der Kontrolle über die Meerenge einzumischen, und dabei scharf formulierte Drohungen gegen Maskat ausgesprochen.
14:15 Uhr
Hisbollah-Abgeordneter: Libanon Teil eines möglichen US-Iran-Deals
Der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah erklärte am Freitag, dass ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und Iran auch den Libanon umfassen werde – unabhängig davon, ob die libanesische Regierung dem zustimme.
Bei einer Gedenkveranstaltung in Beirut kritisierte er die direkten Verhandlungen der libanesischen Regierung mit Israel und warf ihr vor, keine Entlastung für den Süden des Landes erreicht zu haben, obwohl die israelischen Angriffe weiter andauerten.
Fadlallah betonte, die Hisbollah lehne Diplomatie nicht grundsätzlich ab, solange sie auf "Stärke" beruhe, und sprach sich eher für indirekte Verhandlungen aus. Gleichzeitig warf er der Regierung vor, unrealistische Zugeständnisse zu machen.
Er bekräftigte zudem die Haltung der Gruppe, den Widerstand gegen Israel fortzusetzen, und bezeichnete den Konflikt als existenzielle Bedrohung für den Libanon, insbesondere den Süden des Landes.
Mehrere iranische Medien haben zuvor den Inhalt eines möglichen Entwurfs für eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran veröffentlicht, die derzeit in Verhandlungen diskutiert wird. Demnach sieht der Plan eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe an allen Fronten vor, einschließlich des Libanon.
13:45 Uhr
Indien bestellt nach Angriffen auf Schiffe vor Oman erneut US-Diplomat ein
Indien hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage einen hochrangigen US-Diplomaten einbestellt, um gegen US-Militärschläge auf Handelsschiffe vor der Küste Omans zu protestieren. Hintergrund ist eine Serie von Angriffen auf Tanker in der Region, bei denen auch indische Besatzungsmitglieder betroffen waren.
Bei einem der Angriffe auf den Tanker Settebello kamen drei indische Seeleute ums Leben, während weitere Crewmitglieder bei einem anderen Vorfall gerettet wurden. Insgesamt handelt es sich um mehrere Attacken innerhalb weniger Tage, die zu zunehmenden diplomatischen Spannungen zwischen Neu-Delhi und Washington führen.
Indien fordert den Schutz ziviler Schifffahrt sowie eine Deeskalation der Lage, da die Vorfälle die Sicherheit indischer Seeleute in der Golfregion erheblich gefährdeten.
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