Europa

Russisches Verteidigungskontrollzentrum: Ukraine sieht in Krankenhäusern Kasernen und Munitionslager

Generaloberst Michail Misinzew, Leiter des russischen nationalen Verteidigungskontrollzentrums berichtet, dass die ukrainischen Truppen vermehrt medizinische Einrichtungen zu militärischen Objekten umfunktionieren. Steckt dahinter eine gezielte Politik?
Russisches Verteidigungskontrollzentrum: Ukraine sieht in Krankenhäusern Kasernen und Munitionslager© Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums

Die ukrainischen Streitkräfte haben im Gebäude des regionalen Klinikums von Odessa einen Gefechtsleitstand eingerichtet – und auf dem Gelände des Krankenhauses schwere Waffen in Stellung gebracht. Dies meldete Generaloberst Michail Misinzew, Leiter des russischen nationalen Verteidigungskontrollzentrums, der außerdem das russische Hauptquartier für die Koordinierung der humanitären Hilfe in der Ukraine leitet, am Donnerstag:

"In Odessa wurde im Gebäude des regionalen Krankenhauses in der Akademiker-Sabolotny-Straße ein Kommandoposten der ukrainischen Streitkräfte eingerichtet, und auf dem anliegenden Gelände wurden gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie und MLRS stationiert."

Ähnlich sieht es auch in Slawjansk aus:

"In Slawjansk wurde schweres militärisches Gerät auf dem Gelände des Eisenbahnkrankenhauses in der Malogorodetskaja-Straße platziert, und das Gebäude wurde zur befestigten Stellung mitsamt einem Munitionsdepot umfunktioniert."

Selbiges wird auch von Lissitschansk – 75 Kilometer nordwestlich von Lugansk – berichtet:

 "Auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses in Lissitschansk wurde eine Festung der Kämpfer eines nationalistischen Bataillons eingerichtet."

Um ein Charkower Krankenhaus für ähnliche Zwecke zu entfremden, haben die ukrainischen Truppen es unter Gewaltandrohung von Personal und Patienten geräumt:

"In Charkow wurden auf dem Gelände des Städtischen Klinischen Krankenhauses Nr. 8 Artilleriegeschütze aufgestellt und ein Munitionsdepot eingerichtet. Dabei wurden das Krankenhauspersonal und alle Zivilisten, einschließlich der Schwerkranken, unter Androhung von Repressalien gezwungen, die medizinische Einrichtung zu verlassen."

Ob die anderen erwähnten Krankenhäuser auf dieselbe Weise geräumt wurden oder ihren Betrieb unterbrochen hatten, geht aus dem Pressebriefing des Generaloberst Misinzew nicht hervor.

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