
ExxonMobil, Phillips, Chevron – US-Eliten schlagen im Eiltempo Kapital aus dem Iran-Konflikt

Betrachtet man die nackten Zahlen zu den Gewinnen der amerikanischen Ölkonzerne und -magnaten, so wird die Frage, warum Washington es nicht eilig hat, den Konflikt mit dem Iran zu beenden, fast schon rhetorisch. Darüber berichtet das russische Fachportal Oil Capital unter Berufung auf die Ergebnisse eigener Recherchen.
Donald Trumps Idee, einen Konflikt mit Iran zu entfachen, hat den weltweiten Energiemarkt zusammenbrechen lassen und den amerikanischen Öl- und Gasunternehmen Milliarden Dollar an Reingewinn eingebracht. Die Förderunternehmen konnten vom Anstieg der Ölpreise profitieren und ihre Auslandsprojekte rentabel machen, während die Ölraffinerien vom sprunghaften Anstieg der Kraftstoffexporte und der petrochemischen Produkte profitierten.

So steigerte der US-Konzern ExxonMobil allein im ersten Halbjahr 2026 seinen Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 18,7 Milliarden US-Dollar, Chevron um 140 Prozent auf 14,3 Milliarden US-Dollar, und ConocoPhillips um 27 Prozent auf 6,1 Milliarden, schreibt Oil Capital. All dies sind die größten vertikal integrierten US-Ölkonzerne mit einem gut ausgebauten Förderbereich. Bei den amerikanischen Ölraffinerien sieht das Bild ähnlich aus: Marathon Petroleum vervierfachte seinen Nettogewinn auf 5,65 Milliarden US-Dollar, Valero Energy steigerte den Nettogewinn um das 42-Fache auf 4,98 Milliarden US-Dollar und Phillips 66 verdreifachte den Nettogewinn auf 4,05 Milliarden US-Dollar.
In diesem Jahr werden ihre Gewinne noch weiter steigen – zusammen mit dem Fortdauern der Iran-Krise. Und mit ihnen werden auch die Vergütungen der Top-Manager dieser Unternehmen wachsen. "Die sechs führenden US-amerikanischen Top-Manager im Öl- und Gassektor könnten bis Ende des Jahres 2026 um 222 Millionen US-Dollar reicher werden", berichtet das Portal Oil Capital. Weiter erläutert es:
"Der Chef von ExxonMobil, Darren Woods, erhielt im vergangenen Jahr ein Gehalt in Höhe von 2,06 Millionen US-Dollar, einen Jahresbonus von 4,09 Millionen US-Dollar sowie Aktien im Wert von 25,9 Millionen US-Dollar. Seine Gesamtvergütung belief sich im vergangenen Jahr also auf rund 33 Millionen US-Dollar. Chevron-CEO Michael Wirth verdiente im vergangenen Jahr 26,8 Millionen US-Dollar, ConocoPhillips-Chef Ryan Lance knapp 23,5 Millionen US-Dollar, Marathon Petroleum-Chefin Maryann Mannen 19 Millionen US-Dollar, der Chef von Valero Energy, Lane Riggs, 34,2 Millionen US-Dollar und der Chef von Phillips 66, Mark Lashier, 23,1 Millionen US-Dollar."
Und das ist, wie man so schön sagt, noch lange nicht alles. Es sieht also so aus, als würde das Thema um die Straße von Hormus von einer Episode zu einer Hollywood-Filmreihe werden.
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