Kurzclips

CIA-Agent: So platzierten wir Desinformation in den Medien

Der frühere NSA-Agent und Whistleblower Edward Snowden hat auf Twitter ein Video mit dem Hinweis "Das wichtigste Video des Jahres wurde 1983 aufgenommen" geteilt. Es ist ein Interview mit Frank Snepp, einem ehemaligen CIA-Agenten.

In dem vier Minuten langen Clip berichtet er offen davon, wie er zur Zeit des Vietnamkrieges dafür sorgte, dass große Medien für die Interessen der CIA nützliche Desinformation verbreiteten. Snep sagt:

"Wenn ich einem Reporter eine Information untergeschoben habe, habe ich in der Regel versucht, ein Umfeld zu schaffen, in dem er diese Information nicht überprüfen konnte."

Der von Snowden geteilte Clip ist dabei nur ein Ausschnitt eines längeren Interviews, das noch auf YouTube zu finden ist. Frank Snepp war von 1969 bis 1975 in Vietnam, von wo er nach dem "Fall" von Saigon evakuiert wurde.

Zurück in den USA wurde er von der CIA mit einer Medaille für seine Verdienste ausgezeichnet. Verärgert darüber, dass vietnamesische Unterstützer nicht ebenfalls evakuiert wurden und die Weigerung der CIA, Fehler einzugestehen, verließ er 1976 den Geheimdienst. Er wurde Journalist und verfasste ein Buch, in dem er über seine Erlebnisse in Vietnam berichtete. So wurde er zum ersten Whistleblower der US-Geheimdienste.

Die CIA verklagte Sepp daraufhin und gewann. Der Oberste Gerichtshof entschied, dass Arbeiten des früheren CIA-Mitarbeiters Sepp vor Veröffentlichung einer Freigabe durch die CIA bedürfen. Diese Auflage hat bis heute bestand.

Mehr zum Thema - Von Respekt zur Verbitterung: Meine Geschichte mit der CIA

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.